Pressemeldungen

Do, 23.01.2020Zukunft gestalten – Gottesdienst feiern!

Foto: ELKiO/Dirk-Michael Grötzsch

Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Ohmstede sucht neue Wege.

 

Am Sonntag, den 19. Januar 2020 hat der Gemeindekirchenrat Konzept und Entscheidungen für die Zukunft der Kirchengemeinde anlässlich einer Gemeindeversammlung bekanntgegeben.

 

Etwa zwei Jahre dauerte der Beratungsprozess mit Klausurtagungen, Gemeindeberatung, Visitation und viel Wahrnehmung des Umfeldes und der Menschen. Ein Ergebnis aller Beobachtungen soll deutlich hervorgehoben werden: Die Kirchengemeinde Ohmstede lebt in einer Fülle – nichts ist von einer Trägheit oder einer depressiven Stimmung zu spüren. Vielmehr ist es der Aufbruch, die Hoffnung und das Vertrauen, dass der Glaube und das Evangelium im Stadtteil fröhlich gelebt werden kann! Auf der anderen Seite steht aber auch die Erkenntnis, dass sich die Gesellschaft und die Bindung an die Kirche verändert. Wenn wir jetzt nicht aus der Fülle heraus handeln, dann werden wir bald nur noch auf den Wandel reagieren können. Viele Studien und Untersuchungen weisen darauf hin!

 

Durch unterschiedliche Gottesdienstformen möglichst viele Menschen ansprechen!
Bis zu drei Gottesdienste werden bislang in einer oft sehr ähnlichen und herkömmlichen Form in der Kirchengemeinde Ohmstede an den Sonntagvormittagen gefeiert! Noch viel mehr sind es im gesamten Stadtgebiet von Oldenburg. Doch die Erfahrung zeigt auch, dass zu dieser Stunde immer eine bestimmte Gruppe der Gemeindeglieder angesprochen wird – für andere, besonders jüngere Erwachsene, ist allein die Tageszeit nicht attraktiv.

 

Warum nicht auch Gottesdienst zu anderen Zeiten, fragte sich der Gemeindekirchenrat und das PastorInnenteam. Damit sollen auch andere Gemeindeglieder, die sich bisher nicht angesprochen gefühlt haben, ein Angebot erhalten, ihren Glauben zu leben, sich mit Fragen und Zweifel auseinanderzusetzen und nach Gott zu suchen.

 

Ab Ostern 2020 wird es in der Ohmsteder Kirche jeden Sonntag, um 10 Uhr, einen Gottesdienst geben, der auf die bekannte Weise gefeiert wird: mit Predigt, Gesang und viel Musik. Ein kostenloser Fahrservice wird an der Versöhnungskirche dafür sorgen, dass alle, die nicht alleine in die Ohmsteder Kirche gelangen können, abgeholt und nach der Teestunde wieder zurückgebracht werden. Wir wollen diesen Gottesdienst zu einem zentralen Angebot der Kirchengemeinde Ohmstede am Sonntagvormittag entwickeln.

 

Denn in der Versöhnungskirche wird ab Gründonnerstag, den 9. April 2020 (und dann jeden Sonntag) jeweils um 18 Uhr die Gemeinde zusammenkommen können: Gott gemeinsam suchen und erleben, zuhören und wenn man will, auch Fragen stellen. Herausfinden, was das Leben wirklich ausmacht, manchmal mit Gästen, immer aber mit guter Musik und Zeit für eine Begegnung und ein Getränk, wenn einem danach ist. Der Sonntagsgottesdienst am Vormittag feiert die Kirchengemeinde zukünftig immer in der Ohmsteder Kirche.

 

Sichtbare Kirche im Zeichen der Nächstenliebe
Gemeinde sein, heißt auch Orte zu schaffen, an denen Gemeinschaft erlebt werden kann und wo Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen gesehen werden. Das Gemeindezentrum am Hartenkamp in Oldenburg soll einer dieser Orte in der Kirchengemeinde werden: Zukünftig wird neben dem Evangelischen Kindergarten im Hartenkamp, den das PastorInnenteam mit großer Freude religionspädagogisch begleitet, ein „sozialer Ort“ entstehen. Die Stadt Oldenburg beabsichtigt das Gemeindezentrum zu erwerben, zu sanieren und entsprechend umzugestalten. Als Betreiber dieses Hauses ist die Stadt mit dem Diakonischen Werk im Gespräch, welches auf dem Grundstück neben dem Gemeindezentrum ein weiteres diakonisches Projekt plant: Mit starken Partnern macht sich die Kirchengemeinde für die Menschen stark!

 

„Hotspot Kirche und Soziales“ an der Ohmsteder Kirche
Auch um die Ohmsteder Kirche herum wird es Veränderungen geben: Das Gemeindehaus an der Butjadinger Straße hat schon seit einigen Jahren erhebliche bauliche Mängel. Von einer Grundsanierung raten Fachleute insbesondere aus Kostengründen ab. Deutlich näher an der Kirche wird ein neues Gemeindezentrum entstehen – natürlich barrierefrei und auf die Bedürfnisse der Kirchengemeinde zugeschnitten. Ein weiteres diakonische Zentrum ist zusätzlich an der Butjadinger Straße in Planung: Kirche, Gemeindezentrum, Grundschule, Diakoniezentrum und Gemeinnützige Werkstätten sollen gemeinsam einen neuen und attraktiven Stadtteilkern in Ohmstede bilden.

23.01.2020
Christoph Fasse, geschäftsführender Pfarrer


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